Mit 23 Jahren wirkte Dmitry Ivanov viel älter, als er war.
Der fleißige Jurastudent glaubte, dass Ausdauer und Fleiß seine einzigen Mittel seien, sich eine bessere Zukunft zu schaffen. Doch das Leben stellte ihn immer wieder vor neue Herausforderungen.
Zwei Jahre zuvor war sein Vater plötzlich an einem Herzinfarkt gestorben, was alles veränderte. Der Fels in der Brandung der Familie war nicht mehr da, und Dmitri musste nun die Rolle des Familienernährers übernehmen.
Zusätzlich zur Trauer entdeckte ich auch versteckte Schulden: überfällige Rechnungen und Mahnungen, die sich scheinbar täglich anhäuften.
Seine Mutter Marina war schwer an Krebs erkrankt. Die Arztrechnungen waren horrend, und die Behandlungen zehrten ihr letztes Geld auf.
Ihre 14-jährige Schwester Klara versuchte immer noch zu lächeln und hielt an ihrem Traum fest, Tierärztin zu werden, obwohl sie sich der Ernsthaftigkeit ihrer Situation nicht bewusst war.
Dmitry verbarg die dunkelsten Wahrheiten vor ihr. Er wollte sie vor der harten Realität schützen.
Nur zur Veranschaulichung.
Er kombinierte sein Studium mit einem schlecht bezahlten Praktikum in einer Anwaltskanzlei und versuchte verzweifelt, seine Familie über Wasser zu halten. Abends saß er am Küchentisch, erdrückt von den wachsenden Schulden und der Angst vor dem Scheitern.
Hat er genug getan? Konnte er seine Mutter wirklich retten und die Zukunft seiner Schwester sichern?
Dann, wie aus dem Nichts, verändert das Schicksal seinen Weg.
Eines Tages lud ihn zu einem erfahrenen Anwalt im Büro zu einer gesellschaftlichen Veranstaltung ein. Dmitri zögerte – er hatte weder Zeit noch Geld oder Kleidung für ein solches Treffen –, sagte aber schließlich zu, in der Hoffnung, berufliche Kontakte zu knüpfen.
Es handelt sich um eine prunkvolle Veranstaltung, die in einem großen Landhaus stattfindet.