Meine Tochter hatte vergessen aufzulegen, und so hörte ich ihre Schwiegermutter sagen: „Hoffentlich kommt sie nicht zur Hochzeit – so ein Ort ist nicht für so viele Menschen gebaut. Ihre Mutter könnte drei Leute satt machen.“ Ich beendete das Gespräch leise und telefonierte selbst dreimal. Die Hochzeit fand nicht statt.
Der Moment spielte sich immer wieder in Maria Jensens Kopf ab, als wäre er erst Minuten zuvor geschehen. Es war ein ruhiger Dienstagnachmittag in ihrem bescheidenen Haus in Phoenix, Arizona. Sie wusch gerade Wäsche, als ihr Telefon klingelte. Es war ihre Tochter Eliza, die sich vor Kurzem mit einem jungen Mann namens Daniel Carter verlobt hatte. Maria nahm lächelnd ab – nur um festzustellen, dass Eliza sie gar nicht anrufen wollte. Es schien, als sei der Anruf zufällig gekommen, im Anschluss an ein vorheriges Gespräch. Statt Elizas vertrauter, fröhlicher Stimme hörte Maria den angespannten, tiefen Ton einer anderen Frau, die scharfe Sprache.